Pumpen in Sri Lanka

Auf meinen Reisen rühre ich traditionell keine Hantel an und mache keinen einzigen Liegestütz oder Klimmzug. Eine Reise bedeutet Auszeit und „Urlaub“ für den Körper. Zumindest vom Kraftsport…. Die Art meiner Reisen sind nämlich alles andere als erholsam und belasten mich auch physisch sehr, so dass ich danach erst einmal ein Urlaub benötige!

Dennoch begleitet mich das Resultat meiner fleißigen Heimarbeit in Form der massigsten Ausschreitungen meines Körpers zu den exotischen Zielen dieser Welt. Entsprechend auffällig laufe ich dort in der Sonne durch die Gegend, nur mit Shorts und Tanktop umhüllt.

So passiert es häufig, dass ich vor allem im asiatischen Raum umgarnt werde von neugierigen Menschen. Sie wollen mich fotografieren, mir viele Fragen stellen, mich berühren und sich mit mir präsentieren. Auf Sri Lanka war das nicht anders.

Während meiner Reise über die gesamte Insel, habe ich keinen einzigen Menschen gesehen, dass solch massige Ausschreitungen annahm wie ich. Bei diesen wahnsinnig friedliebenden und in sich ruhenden Menschen, sorgt die Genetik allein für ein kleines und schlankes Körperbild. Doch hin und wieder fand ich einen recht gut gebauten und ganz offensichtlich trainierenden Sri-Lankaner, der sich auch sogleich mit mir solidarisiert fühlte.

Am allerersten Tag in Negombo, wurde ich von drei Jungen Männern, die an einem Taxi schon von weitem auf mich warteten angesprochen. Aufgeregt teilten sie mir mit, dass sie von anderen gehört hätten, dass ein Mann meines Ausmaßes in der Stadt wäre und so hätten sie auf gut Glück an der Hauptstrasse gewartet und siehe da, ein paar Stunden später erscheine ich auch. Glückwunsch.

Sie erzählten mir mit funkelnden Augen, dass es ein Fitnessstudio hier gäbe, wo der ehemalige und vielleicht baldige Mr. Sri Lanka trainiert und dem dieses auch gehören würde. Sie luden mich herzlich ein vorbei zu schauen und mit ihm ein wenig zu trainieren und das Studio anzusehen. Das konnte ich diesen netten Jungs natürlich nicht verweigern, immerhin haben sie mein Bodybuilder-Ego mehr als nur geschmeichelt. Ich schwebte den Rest des Weges zum Gasthaus….

Am nächsten Tag holte mich einer von ihnen, Fernando, ab und brachte mich mit seinem Tuk Tuk zu dem besagten Fitness-Studio. Es waren die üblichen 37 Grad an dem Tag und wir kamen vormittags dort an. Es war ein halbfertiges Beton-Gebäude ohne Fenster und mit lauter Musik, die meilenweit zu hören waren. Tatsächlich trainierten dort auch welche, aber seht selbst im Video, wie es dort aussah….

Es war eine tolle Begegnung mit diesem Profi, der einen beeindruckenden Körper hatte. Ich bin stolz, dass ich nicht ganz so blass neben ihm aussah, obwohl ich ganze 20 kg mehr wog!

Das nenne ich mal ein kulturelles eintauchen…. Falls Ihr daran interessiert seid, mehr von diesen Eindrücken aus exotischen Ländern und von ungewöhnlichen Orten zu bekommen, so lasst es mich wissen.




 

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